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	<title>Informationen Archive - YouReWild</title>
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		<title>Über den Sinn von Zecken</title>
		<link>https://www.yourewild.net/2025/02/01/ueber-den-sinn-von-zecken/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Kranz]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Feb 2025 14:27:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Informationen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zecken sind eklig. Und sie nerven. Haben die überhaupt eine Daseinsberechtigung?</p>
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									<p style="font-weight: 400;"><span style="font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; font-size: var( --e-global-typography-text-font-size ); font-style: var( --e-global-typography-text-font-style ); letter-spacing: var( --e-global-typography-text-letter-spacing ); text-transform: var( --e-global-typography-text-text-transform ); text-decoration: var( --e-global-typography-text-text-decoration ); text-align: var(--text-align);">Ich mag Zecken nicht: Sie sind eklig, krabbeln, beißen sich fest, saugen sich mit unserem Blut voll und verbreiten Krankheiten. Allgemein wird da schnell die Frage gestellt, welchen Sinn diese Viecher überhaupt haben. &nbsp;Komischerweise hat einer hübsch blühenden Pflanze oder einem niedlichen Tierchen wahrscheinlich noch niemand die Existenzberechtigung abgesprochen.</span></p>
<p style="font-weight: 400;">
</p><p style="font-weight: 400;">Zecken sind ein integraler Bestandteil des Ökosystems. Sie dienen als Nahrung für eine Vielzahl von Tieren wie Vögeln, Amphibien und Insekten. Darüber hinaus tragen sie zur Regulierung von Wildtierpopulationen bei, indem sie Krankheitserreger verbreiten, die vor allem geschwächte oder überproportional wachsende Tiergruppen betreffen. Dieser Mechanismus, so grausam er aus menschlicher Sicht erscheinen mag, sorgt langfristig für ein stabiles Gleichgewicht innerhalb der Natur.</p>
<p style="font-weight: 400;">
</p><p style="font-weight: 400;">Ein weiteres Beispiel für vermeintlich „überflüssige“ Plagegeister sind Stechmücken. Ihre Larven dienen als wichtige Nahrungsquelle für Fische, Frösche und Libellen. Ohne sie würde das Ökosystem vieler Feuchtgebiete zusammenbrechen. Selbst Wespen, die oft als aggressive Störenfriede wahrgenommen werden, spielen eine entscheidende Rolle bei der Bestäubung und der Regulation von Schädlingspopulationen.</p>
<p style="font-weight: 400;">
</p><p style="font-weight: 400;">Die Natur funktioniert nach dem Prinzip der Vernetzung. Jede Art – sei sie noch so unscheinbar oder unangenehm – nimmt eine spezifische Rolle ein. Das Entfernen einer Art kann eine Kettenreaktion auslösen, die das gesamte Gleichgewicht des Ökosystems gefährdet. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass die Abnahme der Artenvielfalt zu einer Schwächung der Widerstandsfähigkeit von Ökosystemen gegenüber Umweltveränderungen führt.</p>
<p style="font-weight: 400;">
</p><p style="font-weight: 400;">Die Einteilung von Arten in „nützlich“ und „nutzlos“ ist eine zutiefst subjektive menschliche Konstruktion, die mit der Funktion der Arten im Ökosystem rein gar nichts zu tun hat. Beispielsweise können auch Blütenpflanzen, die mit ihren Farben und Formen unsere Sinne erfreuen, ökologisch richtig problematisch sein, wenn sie invasiv sind, sich stark ausbreiten und andere heimische Arten verdrängen. Statt uns also von Vorurteilen leiten zu lassen, sollten wir uns bemühen, die Rolle jeder Art im Ökosystem zu verstehen und zu schätzen. Selbst Zecken, die in unseren Augen lästig sein mögen, sind ein wichtiger Bestandteil dieses großen Ganzen. Nur durch ein ganzheitliches Verständnis der Natur können wir ihre Vielfalt bewahren – und damit letztlich auch unsere eigene Lebensgrundlage sichern.</p>
<p style="font-weight: 400;">
</p><p style="font-weight: 400;">Zu guter Letzt könnten wir die Sache auch einmal umdrehen. Wie würden wohl die vielen Arten, deren Existenz durch uns Menschen bedroht ist, über die Existenzberechtigung von uns Menschen denken?</p>
<p style="font-weight: 400;">
</p><p style="font-weight: 400;">
</p>								</div>
				</div>
					</div>
				</div>
				</div>
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		<title>Die schillernde Welt der Schmetterlinge</title>
		<link>https://www.yourewild.net/2024/12/27/die-schillernde-welt-der-schmetterlinge/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Kranz]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Dec 2024 11:45:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Informationen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.yourewild.net/?p=10034</guid>

					<description><![CDATA[<p>Was uns Schmetterlinge über den Zustand unserer Umwelt verraten</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.yourewild.net/2024/12/27/die-schillernde-welt-der-schmetterlinge/">Die schillernde Welt der Schmetterlinge</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.yourewild.net">YouReWild</a>.</p>
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									<p style="font-weight: 400;">Wenn es darum geht, ein landschaftliches Idyll darzustellen, gehören auf jeden Fall Schmetterlinge dazu. Gemeinhin stellt man sich unter „Schmetterling“ eher die Tagfalter vor, die häufig prächtige Farben und Muster zur Schau tragen. Tatsächlich aber ist die Familie der Schmetterlinge viel größer. Denn natürlich gehört auch die viel größere, also artenreichere Gruppe der Nachtfalter dazu.</p><p style="font-weight: 400;">Was schätzt Du, wie viele verschiedene Schmetterlingsarten (also Tag- und Nachtfalter zusammen) es in Deutschland gibt? Ich wette, Du hast die Zahl zu niedrig geschätzt: Tatsächlich gibt es in Deutschland nämlich rund 3700 verschiedene Schmetterlingsarten, darunter etwa 190 Tagfalterarten.</p>								</div>
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									<p><em>Noch relativ häufig: Das Tagpfauenauge.</em></p>								</div>
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									<p>Mal ehrlich: Wie viele davon hast du in deinem Leben tatsächlich gesehen? Wahrscheinlich kennst Du den Admiral, das Tagpfauenauge oder den Zitronenfalter, sicher auch den Kohlweißling. Aber was ist mit den vielen anderen Arten? Die meisten bleiben uns verborgen, und das liegt nicht nur daran, dass sie nachtaktiv oder winzig sind. Viele Schmetterlingsarten sind selten oder bedroht.</p>								</div>
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									<p style="font-weight: 400;">Früher, so hört man oft von älteren Generationen, war die Luft an Sommertagen voller flatternder Farben. Und heute? Schon ein einzelner Zitronenfalter lässt uns innehalten, weil er so selten geworden ist. Warum? Das liegt an uns Menschen &#8211; an der Art, wie wir Landschaften verändern, wie wir Landwirtschaft betreiben und wie wir unsere Umwelt behandeln.</p><p> </p>								</div>
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									<p>Ein Großteil der Schmetterlingsarten ist auf ganz bestimmte Lebensräume spezialisiert: blühende Wiesen, Moore, Waldränder oder Sanddünen. Doch solche Lebensräume gibt es kaum noch. Artenreiche Wiesen sind in Deutschland selten geworden, weil sie durch monotone Weideflächen oder Äcker ersetzt wurden. Das bedeutet, dass auch die Nahrungspflanzen der Raupen – die Grundlage für das Überleben vieler Schmetterlinge – verloren gegangen sind.</p>								</div>
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									<p><em>Zitronenfalter auf einer Schnittlauchblüte</em></p>								</div>
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									<p>Wenn wir an Schmetterlinge denken, denken wir meistens an die erwachsenen Falter mit ihren bunten Flügeln. Doch bevor sie fliegen können, müssen sie eine lange Reise als Ei, Raupe und Puppe durchlaufen. Und genau da liegt das Problem: Viele Schmetterlingsraupen sind auf bestimmte Pflanzen spezialisiert. Der Schwalbenschwanz zum Beispiel braucht wilde Möhre oder Fenchel, der Aurorafalter Wiesenschaumkraut und der Zitronenfalter den Faulbaum. Und genau diese Pflanzen fehlen in unseren intensiven Kulturlandschaften. Häufig hingegen siehst Du genau die Falter, deren Raupen sich von Pflanzen ernähren, die in unserer nährstoffreichen und artenarmen Kulturlandschaft vorkommen.</p><p>Ein weiteres Problem: Schmetterlinge sind empfindlich. Pestizide, Überdüngung und Klimawandel setzen ihnen zu. Selbst nachtaktive Arten wie die vielen Motten, die du vielleicht nie bewusst wahrgenommen hast, sind von der Lichtverschmutzung bedroht. Die Straßenlaternen und Leuchtreklamen, die uns die Nacht erhellen, verwirren sie so sehr, dass sie ihre Orientierung verlieren und erschöpft sterben.</p>								</div>
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									<p><em>Ein Großes Ochsenauge trinkt Nektar an Thymianblüten</em></p>								</div>
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									<p style="font-weight: 400;">Schmetterlinge sind nicht nur schön anzusehen – sie sind auch unverzichtbare Helfer in der Natur. Viele Pflanzenarten sind auf Schmetterlinge als Bestäuber angewiesen. Gleichzeitig stehen sie am Anfang der Nahrungskette: Vögel, Fledermäuse und andere Tiere ernähren sich von Schmetterlingsraupen und -faltern. Weniger Schmetterlinge bedeuten also weniger Nahrung für andere Arten – ein Teufelskreis.</p><p style="font-weight: 400;">Schmetterlinge sind ein deutlich sichtbarer Gradmesser für den Zustand der Natur. Wo viele Schmetterlinge leben, ist die Welt in Balance. Wo sie fehlen, stimmt etwas nicht.</p>								</div>
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									<p style="font-weight: 400;">Das Schöne ist: Jeder von uns kann etwas tun, um den Schmetterlingen zu helfen. Lass einfach mal die Brennnesseln im Garten stehen – sie sind eine wichtige Futterpflanze für viele Raupen. Gezielt kannst Du auch weitere Pflanzen in Deinen Garten holen, die Nahrungsgrundlage für die Schmetterlingsraupen sind oder den Schmetterlingen Nektar bieten. Hier auf der Homepage oder im Internet findest Du dazu Informationen. Du kannst auch artenreiche Blühwiesen anlegen – das perfekte Zuhause für Schmetterlinge und andere Insekten. Schau <span style="color: #e8974c;"><a style="color: #e8974c;" href="https://www.yourewild.net/2024/04/04/naturgarten-anlegen-einer-magerwiese/">hier</a></span>, wie das geht!</p><p style="font-weight: 400;">Am wichtigsten ist vielleicht, dass wir uns wieder bewusst machen, wie wertvoll und wunderschön diese kleinen Wesen sind. Wenn du das nächste Mal einen Schmetterling siehst, bleib stehen. Beobachte, wie er sich auf einer Blüte niederlässt, wie seine Flügel im Sonnenlicht schimmern. Und erinnere dich daran, dass wir für den Erhalt solcher Momente Verantwortung tragen.</p>								</div>
				</div>
					</div>
				</div>
				</div>
		<p>Der Beitrag <a href="https://www.yourewild.net/2024/12/27/die-schillernde-welt-der-schmetterlinge/">Die schillernde Welt der Schmetterlinge</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.yourewild.net">YouReWild</a>.</p>
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		<title>Die inneren Kräfte von Kräutern</title>
		<link>https://www.yourewild.net/2024/11/11/die-inneren-kraefte-von-kraeutern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Karin Buchart]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Nov 2024 08:29:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Informationen]]></category>
		<category><![CDATA[Projekte]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.blickpunkt-natur.de/?p=9793</guid>

					<description><![CDATA[<p>Viele altbekannte Pflanzen tragen Heilkräfte in sich.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.yourewild.net/2024/11/11/die-inneren-kraefte-von-kraeutern/">Die inneren Kräfte von Kräutern</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.yourewild.net">YouReWild</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="9793" class="elementor elementor-9793" data-elementor-post-type="post">
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									<p style="font-weight: 400;"><span style="font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; font-size: var( --e-global-typography-text-font-size ); font-style: var( --e-global-typography-text-font-style ); letter-spacing: var( --e-global-typography-text-letter-spacing ); text-transform: var( --e-global-typography-text-text-transform ); text-decoration: var( --e-global-typography-text-text-decoration ); text-align: var(--text-align); word-spacing: 0em;">Die Heilkräfte von Kräutern liegen oft tief in Blättern, Blüten oder Samen verborgen. Um an die begehrten Wirkstoffe zu kommen, werden seit Jahrhunderten verschiedene Kräuterhandwerke weitergegeben: ein heißer Aufguss, eine Mischung mit Honig oder ein Auszug mit Schnaps oder Apfelessig.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; font-size: var( --e-global-typography-text-font-size ); font-style: var( --e-global-typography-text-font-style ); letter-spacing: var( --e-global-typography-text-letter-spacing ); text-transform: var( --e-global-typography-text-text-transform ); text-decoration: var( --e-global-typography-text-text-decoration ); text-align: var(--text-align); word-spacing: 0em;">Als ich vor 20 Jahren das alte Heilwissen meiner Pinzgauer Heimat bei Bergbäuerinnen erfragt habe, hatte ich keine Ahnung, dass mich dieses Thema so lange begleiten würde. Seit 2004 versuche ich, das Erfahrungswissen über Kräuter und Heilpflanzen mit dem aktuellen Stand der Wissenschaft abzugleichen und den alltagstauglichen und sicheren Teil davon wieder zu verbreiten. Es war meine Doktorarbeit: Biogene Arzneimittel im Salzburger Pinzgau.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; font-size: var( --e-global-typography-text-font-size ); font-style: var( --e-global-typography-text-font-style ); letter-spacing: var( --e-global-typography-text-letter-spacing ); text-transform: var( --e-global-typography-text-text-transform ); text-decoration: var( --e-global-typography-text-text-decoration ); text-align: var(--text-align); word-spacing: 0em;">Seit damals hat sich viel getan. Das Thema Kräuter ist nun in aller Munde und in fast allen Branchen angekommen. Seit einigen Jahren wandert der Fokus ein wenig von den reinen Pflanzenportraits hin zu den Prozessen. Damit kommt auch der ökologische Aspekt mit ins Spiel: langsam beginnt ein Kreislaufdenken. Vom Samen bis zur Körperzelle und wieder zurück in die Erde, eine schöne Entwicklung.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; font-size: var( --e-global-typography-text-font-size ); font-style: var( --e-global-typography-text-font-style ); letter-spacing: var( --e-global-typography-text-letter-spacing ); text-transform: var( --e-global-typography-text-text-transform ); text-decoration: var( --e-global-typography-text-text-decoration );">Bei meinen Erhebungen vor 20 Jahren waren die am häufigsten genannten Heilmittel keine klassischen Kräuter. Die Harze der Bäume, Honig, Apfelessig, Meerrettich und Zwiebel standen ganz hoch im Kurs. Die Harze waren im Alpenraum traditionell das wichtigste Wundheilmittel. </span><em style="font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; font-size: var( --e-global-typography-text-font-size ); letter-spacing: var( --e-global-typography-text-letter-spacing ); text-transform: var( --e-global-typography-text-text-transform ); text-decoration: var( --e-global-typography-text-text-decoration );">Pechsalben</em><span style="font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; font-size: var( --e-global-typography-text-font-size ); font-style: var( --e-global-typography-text-font-style ); letter-spacing: var( --e-global-typography-text-letter-spacing ); text-transform: var( --e-global-typography-text-text-transform ); text-decoration: var( --e-global-typography-text-text-decoration );"> wurden daraus gekocht, mit denen man offene Wunden behandelte. Heute können wir recht gut erklären, warum diese so gut helfen: sie sind entzündungshemmend, zusammenziehend und antimikrobiell. Dennoch sind die Rezepturen über die Jahrhunderte immer wieder an den Alltag der Menschen angepasst worden. So wurde etwa das Schweineschmalz oder Butterschmalz mit der Zeit durch Olivenöl aus dem Süden ersetzt.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; font-size: var( --e-global-typography-text-font-size ); font-style: var( --e-global-typography-text-font-style ); letter-spacing: var( --e-global-typography-text-letter-spacing ); text-transform: var( --e-global-typography-text-text-transform ); text-decoration: var( --e-global-typography-text-text-decoration );">Der Prozess des Pechsalbenkochens verlangt Hingabe und Zeit. Es sind gerade diese Stehzeiten, die in vielen Rezepten heute fehlen. Genau in diesen Pausen zwischendurch, wenn die halbfertige Zubereitung bei Zimmertemperatur in der Küche steht, passiert viel. Manches quillt auf und aus anderem werden Pflanzenwirkstoffe herausgezogen. Oft werden sogar Mikroorganismen vermehrt wie bei Fermentationen. Es ist also nicht egal, wie lange die Zubereitung dauert und ob dazwischen ohne Kühlung Zeit verstreicht.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; font-size: var( --e-global-typography-text-font-size ); font-style: var( --e-global-typography-text-font-style ); letter-spacing: var( --e-global-typography-text-letter-spacing ); text-transform: var( --e-global-typography-text-text-transform ); text-decoration: var( --e-global-typography-text-text-decoration );">Die Kräuterhandwerke werden seit vielen Jahrhunderten praktiziert. So ist es nicht verwunderlich, dass in sensorischen oder naturbezogenen Einheiten gemessen wird: die Blätter anwelken, bis sie braun sind, stehen lassen, bis es säuerlich riecht oder eine Mondphase lang ausziehen. Das macht viel Sinn, verläuft doch ein Auszug jedes Mal anders. Duft, Geschmack und Konsistenz zeigen der Kräuterexpertin, ob die Pflanzenwirkstoffe in eine gute Form gebracht wurden. Je nachdem, wofür der Auszug gebraucht wird, wird er unterschiedlich behandelt. Die scharfen Senföle aus dem Meerrettich und aus der Kapuzinerkresse lösen sich in Schnaps oder Öl, die Schleimstoffe der Malve quellen in Wasser, sogar schon in kaltem, und die Gerbstoffe aus dem Salbei macht der Essig bioverfügbar. Salbeiblätter zeigen uns ihre unterschiedlichen inneren Werte besonders gut: der langgezogene Salbeitee ist herb und ruppig, wirkt jedoch gut bei Entzündungen in Mund und Rachen. Wenn wir die Salbeiblätter in Olivenöl braten, zeigen sie ihre sanfte Seite. Aromatisch und schmackhaft ergänzen sie Risotto oder Kartoffelpüree.</span></p><p style="font-weight: 400;"><span style="font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; font-size: var( --e-global-typography-text-font-size ); font-style: var( --e-global-typography-text-font-style ); letter-spacing: var( --e-global-typography-text-letter-spacing ); text-transform: var( --e-global-typography-text-text-transform ); text-decoration: var( --e-global-typography-text-text-decoration );">Die gute Nachricht: Das Kräuterhandwerk ist einfach und alltagstauglich und für jede und jeden erlernbar. Es können kulinarische und heilkundliche Zubereitungen hergestellt werden. Mit Essig- und Ölauszügen, Kräutersalzen und Pasten kommt die Kräuterheilkunde auf den Teller und hält uns gesund. Gerade der Esstisch sorgt auch für eine gute Dosierung, denn dort wollen wir die Kräuter mit ihren harmonischen Aromen haben, nicht zu viel und nicht zu wenig.</span></p><p> </p>								</div>
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									<p><strong>Kapuzinerkresse-Kren-Tinktur</strong></p><p>Zutaten</p><p>1 EL fein geriebene Krenwurzel<br />3 EL Kapuzinerkresseblätter und -blüten (oder Gartenkresse)<br />Schnaps, Korn oder Vodka mit ca 40 Volumenprozent Alkohol</p><p>Zubereiten</p><p>Die ungeschälte Meerrettichwurzel fein raspeln und die Kapuzinerkresse hacken. Beides in ein Schraubglas geben, mit Schnaps übergießen und fest verschließen. 2 bis 4 Wochen ziehen lassen, abseihen und gut verschlossen aufbewahren.</p><p>Anwenden</p><p>Als Erkältungsschutz, Immunstärkung und zum Schutz vor Harnwegsinfekten ½ bis 1 TL Tinktur einige Tage lang einnehmen.</p><p> </p>								</div>
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									<p>Einen ganz anderen Charakter haben Essigauszüge. Apfelessig ist lebendig und ein Luftikus. Dauernd in Veränderung und stark im Ausziehen ringt er den Kräutern vieles ab: wasserlösliche Pflanzenwirkstoffe und auch etwas von den fettlöslichen. Innerlich und äußerlich säuert der Essig Schleimhaut und Haut an und unterstützte damit die Lactobacillen, die das so gerne haben. Der Hautessig löst Gerbstoffe und eine ganze Palette an Pflanzenwirkstoffen. Zur Anwendung verdünnen wir ihn, so macht er die Haut weich und angenehm.</p>								</div>
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															<img loading="lazy" decoding="async" width="787" height="1024" src="https://www.yourewild.net/wp-content/uploads/2024/11/Buchart_Lavendel-787x1024.jpg" class="attachment-large size-large wp-image-9809" alt="" srcset="https://www.yourewild.net/wp-content/uploads/2024/11/Buchart_Lavendel-787x1024.jpg 787w, https://www.yourewild.net/wp-content/uploads/2024/11/Buchart_Lavendel-231x300.jpg 231w, https://www.yourewild.net/wp-content/uploads/2024/11/Buchart_Lavendel-2000x2602.jpg 2000w, https://www.yourewild.net/wp-content/uploads/2024/11/Buchart_Lavendel-scaled-1181x1536.jpg 1181w, https://www.yourewild.net/wp-content/uploads/2024/11/Buchart_Lavendel-scaled-1574x2048.jpg 1574w, https://www.yourewild.net/wp-content/uploads/2024/11/Buchart_Lavendel-scaled-600x780.jpg 600w, https://www.yourewild.net/wp-content/uploads/2024/11/Buchart_Lavendel-scaled-1200x1561.jpg 1200w, https://www.yourewild.net/wp-content/uploads/2024/11/Buchart_Lavendel-scaled-1320x1717.jpg 1320w, https://www.yourewild.net/wp-content/uploads/2024/11/Buchart_Lavendel-scaled.jpg 1968w" sizes="(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px" />															</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
									<p><strong>Hautessig</strong></p><p>Zutaten</p><p>3 EL frische Hautkräuter, geschnitten<br />(junge Walnussblätter, Rosenblüten, Lavendelblüten, Ringelblumen, Salbei, Rosmarin)</p><p>100 ml Apfelessig, naturtrüb und unerhitzt</p><p>500mlWasser</p><p>Zubereiten</p><p>Die Kräuter in einem Glas mit Essig übergießen, fest verschließen und 1 Woche ziehen lassen. Dann abseihen, mit 5 Teilen Wasser verdünnen und in eine Sprühflasche füllen.</p><p>Anwenden</p><p>Den Hautessig nach dem Waschen auf die Haut sprühen, um das Mikrobiom der Haut zu regene- rieren und zu aktivieren.</p><p> </p>								</div>
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									<p>Dr.<sup>in</sup> Karin Buchart</p><p>Ernährungswissenschafterin, Autorin und Kolumnistin</p><p><span style="color: #ffbe00;"><a style="color: #ffbe00;" href="http://www.buchart.at">www.buchart.at</a></span></p><p>Instagram: <span style="color: #ffbe00;"><a style="color: #ffbe00;" href="https://www.instagram.com/karin_buchart/">@karin_buchart</a></span>     </p><p>Facebook: <span style="color: #ffbe00;"><a style="color: #ffbe00;" href="http://Facebook.com/drkarinbuchart/">facebook.com/drkarinbuchart/</a></span></p>								</div>
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									<p>Alle Bilder dieses Beitrags sind Illustrationen von Andreas Leiter aus dem Buch &#8222;DIE NATUR-APOTHEKE &#8211; Das überlieferte und neue Wissen über unsere Heilpflanzen&#8220; von Karin Buchart und Miriam Wiegele (Servus-Verlag 2018).</p>								</div>
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		<p>Der Beitrag <a href="https://www.yourewild.net/2024/11/11/die-inneren-kraefte-von-kraeutern/">Die inneren Kräfte von Kräutern</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.yourewild.net">YouReWild</a>.</p>
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		<title>Raupen am Buchsbaum</title>
		<link>https://www.yourewild.net/2024/04/17/raupen-am-buchsbaum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Kranz]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Apr 2024 15:45:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Informationen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.blickpunkt-natur.de/?p=8308</guid>

					<description><![CDATA[<p>Hast Du solche Raupen im Buchsbaum? Dann solltest Du schnell aktiv werden...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.yourewild.net/2024/04/17/raupen-am-buchsbaum/">Raupen am Buchsbaum</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.yourewild.net">YouReWild</a>.</p>
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									<p>Der gewöhnliche Buchsbaum ist eine heimische Pflanze. Da er recht früh im Jahr blüht und reichliche Pollen und Nektar produziert, ist er eine wertvolle Insektenweide. Darüber hinaus bietet er Unterschlupf für Vögel und er verfestigt auch noch den Boden. So weit, so hübsch. Dumm nur, wenn er von nicht heimischen Raupen befallen wird. Gemeint sind die Raupen des Buchsbaumzünsler &#8211; eines Falters, der ursprünglich aus Asien stammt und sich in den letzten Jahren bei uns stark ausbreitet. Der Befall von Buchsbäumen kann so stark ausfallen, dass die Pflanze komplett eingeht. </p><p>Hier zeigt sich sehr deutlich, wie sich aggressive Neozoen auf die hiesige Flora auswirken können. Aber was tun? Gift würde sich nicht nur auf den Buchsbaumzünsler auswirken, sondern auch auf diverse weitere Arten. </p><p>Ich habe mir also die ausgezeichnete Schnittverträglichkeit des Buchsbaums zunutze gemacht und ihn stark zurückgeschnitten, inklusive der vielen Raupen. Das Schnittgut habe ich aufgefangen und im Hausmüll entsorgt. Anschließend habe ich den Hochdruckreiniger benutzt, um eventuell noch vorhandene Raupen zu entfernen. </p><p>Nach der Behandlung waren keine Raupen mehr zu sehen. Es kann aber sicher nicht schaden, den Buchsbaum zu beobachten und die Hochdruckreinigung bei Bedarf zu wiederholen.</p>								</div>
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